Digitalisierung an Musikschulen

Warum sollen sich die Musikschulen mit Digitalisierung beschäftigen?

Die Digitalisierung wird nicht erst kommen, sie ist da.
Sie ist dazu geeignet, die Musikschulen auf mehreren Aktionsfeldern in Bedrängnis zu bringen.

Für jedes Musikinstrument stehen gut gemachte Video-Tutorials im Internet, die sehr überzeugend belegen, dass man die Musikschule gar nicht mehr benötigt, um sein Lieblingsinstrument spielen zu lernen. Man bekommt es kostenlos im Internet gezeigt, wie es geht.
Das trifft die Musikschule in ihrem Kerngeschäft: dem instrumentalen Beginn.

Das Kommunikationsverhalten aller verändert sich seit 2010 rasant. Internetseiten werden überwiegend mit dem Handy abgefragt. Soziale Medien und Kommunikationstechniken blühen und wandeln sich rasch, gerade in der privaten Kommunikation.
Aus dm Brief wurde die E-Mail, gefolgt SMS, die wiederum von den Messagern wie WhatsApp überholt werden. Fachleute erwarten, dass es in 10 Jahren keine Smartphones im heutigen Sinne mehr gibt.
Die Erwartungen an zeitgemäße Kommunikationsstrukturen sind hoch: Zielgruppen, Nutzer und Lehrkräfte fordern sie ein.

Die Verwaltungsstrukturen der Musikschulen sind vor Jahrzehnten entstanden und seither kaum reformiert. Die Zuordnung neuer Schüler an die Lehrkräfte, die Erstellung realen Stundenplänen, von Rechnungen für Musikunterricht werden auf Papier und per Post erledigt. Zeit- und Finanzmodelle für den Unterricht orientieren sich nach jahrzehntealten Standards.
Geringe Transparenz und fehlende Flexibilität (auch: fehlende Möglichkeiten der Partizipation) werden zukünftig keine Akzeptanz mehr finden und drohen, dermaßen veraltete Musikschulen in Abseits zu drängen.

Dies sind die wesentlichen Gründe, die es nötig machen, dass alle Musikschulen damit beginnen sollten, sich mit digitalen Reformen zu beschäftigen.

 

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